Pfandkredite: Darlehen aus dem Pfandhaus

Pfandleiher erleben in der Wirtschaftskrise einen wahren Boom. Und das, obwohl es ihnen eigentlich in den letzten Jahren ohnehin nicht schlecht ging. Viele Verbraucher sind in dem Glauben, dass eine Bank die einzige Anlaufstelle ist, bei der es die Möglichkeit gibt, finanzielle Engpässe in Form eines Dispo- oder Ratenkredites auszugleichen. Und wenn die Bank keinen Kredit mehr gibt, weil der Kunde zum Beispiel finanziell ausgelastet ist, keine Sicherheiten bieten kann oder eine schlechte Schufa hat – dann ist guter Rat teuer, sobald zusätzliches Bargeld benötigt wird.

Pfandkredite bieten die Möglichkeit, wertvolle Gegenstände, die zu Hause in der Schublade liegen ins Pfandhaus zu bringen. Das kann die goldene Kette, die ein Erbstück der Großmutter ist, oder die neue Play Station sein. Im Pfandhaus lässt sich fast alles beleihen und man erhält sofort Bargeld, ohne dass eine Schufaauskunft eingeholt wird bzw. der Pfandleiher peinliche Fragen stellt. Etwa 80 Prozent des Wertes der beliehenen Gegenstände werden ausgezahlt.

Die Kunden haben drei Monate Zeit, die beliehenen Gegenstände wieder auszulösen und zahlen dafür Zinsen und Bearbeitungsgebühren. Der Pfandkredit kann auch verlängert werden. Wird er aber ohne Verlängerung nicht ausgelöst, ist der Pfandleiher berechtigt, die Wertgegenstände des Kunden zu versteigern. Vom Erlös der Versteigerung werden die Zinsen, Bearbeitungsgebühren, der geliehene Geldbetrag und die angefallenen Versteigerungskosten abgezogen und der Rest, sofern einer verbleibt, dem Kunden ausgezahlt.

Weiterführende Informationen:

1. Bellnet Internetverzeichnis [ Pfandhäuser in Deutschland ]
2. Open Directory Projekt [ Finanzgewerbe: Pfandleihe ]