Elterngeld: Kein Einkommen im Sinne der Banken

Das neue Elterngeld wurde im Januar 2008 in Deutschland eingeführt und soll die finanzielle Situation der Familien mit Babys verbessern. Jetzt werden immerhin 67% des letzten Nettogehalts als Elterngeld gezahlt, die Differenz zum vorherigen Verdienst ist somit nur klein.

Viele Paare wird dies freuen, denn nun können sie auch einen Kredit, zum Beispiel für das neue Kinderzimmer, aufnehmen, denn das Einkommen ist ja ausreichend. Diese Meinung ist jedoch nicht zutreffend, denn viele Banken erkennen das Elterngeld als Einkommen nicht an. In der Haushaltsrechnung, die von den Banken aufgestellt wird, fehlt somit das Einkommen des Elternteils, der die Elternzeit in Anspruch genommen hat, die Kreditraten sind laut Bankenrechnung somit oft nicht mehr tragbar.

Der Grund, warum das Elterngeld nicht in die Haushaltsrechnung eingerechnet werden kann, ist seine Befristung. Schließlich wird das Elterngeld nur über einen Zeitraum von zwölf bzw. 14 Monaten ausgezahlt, danach endet die Unterstützung. Sofern die Eltern nach Ablauf der Elterngeld-Zeit nicht wieder in ihren alten Beruf zurückkehren, würde das Familieneinkommen drastisch sinken. Vor diesem Risiko schützen sich die Banken, indem sie Elterngeld von vorn herein nicht akzeptieren.

Ebenso wie Elterngeld wird auch jede andere befristete Leistung wie etwa Arbeitslosengeld oder Überstundenzuschläge nicht als Einkommen akzeptiert. Kreditvergaben sind in diesem Fällen nur möglich, wenn das Gesamteinkommen aller Kreditnehmer trotzdem ausreicht, die Kreditraten zu bedienen.

Weiterführende Informationen:

1. Bundesregierung [ Fragen und Antworten zum Elterngeld ]
2. Elterngeld.com [ Ermittlung des relevanten Einkommens ]