Wie funktioniert das Scoring?

Das Scoring war im Jahr 2008 eines der wichtigsten Themen, wenn es um die Frage nach Krediten ging. Auch in den kommenden Jahren werden die Banken für wichtige Kreditentscheidungen das Scoring voraussetzen.

Da das Scoring so wichtig ist, fragen sich viele Kreditnehmer, was dies eigentlich bedeutet? Einfach gesagt ist das Scoring ein Punktewert, nachdem die Kreditwürdigkeit von Menschen beurteilt ist. Die Scala reicht von eins bis sechs. Eins bedeutet hierbei einen sehr guten Score-Wert, ein Scoring von mehr als vier ist hingegen schlecht und kann die Ablehnung beantragter Kredite bedeuten.

In ein Scoring fließen jedoch sehr verschiedene Daten, die mit einer unterschiedlichen Gewichtung in die Berechnung eingehen. Jede Bank verwendet hierbei ihr eigenes, selbst ermitteltes Scoring-Verfahren. So ist es nahezu unmöglich, die Bewertungen der Institute zu vergleichen. Selbst Berater in der Bank wissen oft nicht, welches einzelne Kriterium wie hoch eingestuft wird.

Grundsätzlich ist das Einkommen einer der wichtigsten Punkte. Hiernach wird ermittelt, ob der Kreditsuchende fähig ist, den aufgenommenen Kredit sowie die hieraus entstehenden Verpflichtungen wirklich bezahlen zu können. Bei Arbeitnehmern wird weiterhin geprüft, wie lange sie bereits bei ihrem Arbeitgeber beschäftigt sind, denn je länger die Beschäftigung bereits andauert, desto geringer ist das Risiko einer Kündigung.

Bei Krediten an Selbständige hingegen wird die gesamte Branche bewertet, um etwaige Rückgänge frühzeitig zu erkennen. Doch nicht nur das Einkommen, auch die Wohnsituation (Mieter oder Hausbesitzer), die Anzahl der zum Haushalt gehörenden Personen sowie der Familienstand (ledig, verheiratet, geschieden) spielen eine mehr oder weniger große Rolle.

Schließlich wird das Scoring nicht nur zur Ermittlung der Kreditvergabe, sondern auch für die Berechnung des zu zahlenden Zinses herangezogen.

Weitere Infos zum Thema:

1. meineSchufa.de – SCHUFA und Score
2. Spiegel Online – Die neue Klassengesellschaft