Was besagt der ausgewiesene Effektivzins?

Kreditinstitute arbeiten mit dem Geld der Kunden, das sie in Form von Festgeld, Tagesgeld oder sonstigen Geldanlagen ihrer Bank anvertrauen. Auf der anderen Seite lassen sich Banken aber auch das Verleihen von Geld in Form von Krediten an ihre Kunden von diesen bezahlen. Wer wissen möchte, wie teuer ein Kredit wird, orientiert sich zunächst einmal an dem Effektivzins. Ist dieser bekannt, kann ein Interessent ganz leicht auch die monatlich zu zahlenden Raten für den Kredit errechnen.

Bei der Angabe des Effektivzinses kann sich der potenzielle Kreditnehmer auch darauf verlassen, dass keine sogenannten versteckten Kosten mehr enthalten sind. Denn die Preisangabenverordnung verpflichtet die Kreditgeber zur exakten Angabe des effektiven Jahreszins und schreibt neben der Berechnungsmethode auch die Kostenbestandteile vor, die der Kreditberechnung und dem damit errechneten Effektivzins zugrunde liegen. So werden neben dem Agio und dem Disagio auch die Bearbeitungsgebühren mit eingerechnet.

Ebenso enthalten im effektiven Jahreszins sind evtl. Kosten für die Kreditvermittlung sowie die Prämie für eine abzuschließende Restschuldversicherung, die aber freiwillig ist. All diese Positionen fließen ergänzend zum Nominalzinssatz mit ein, sodass sich daraus der Effektivzins errechnet. Von einem anfänglichen Effektivzins wird gesprochen, wenn die Konditionen sich nicht auf die gesamte Laufzeit des Kredites beziehen sondern nur auf den Anfang.

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