Kredite für Senioren

Senioren zählen zu den Personengruppen, die bei der Kreditvergabe meistens diskriminiert werden und das allein aufgrund ihres etwas höheren Alters. In der Regel haben die Banken strenge Richtlinien, nach denen die Kredite an Personen im Rentenalter vergeben werden. Meistens dürfen diese bei Antragstellung kaum älter als 70 Jahre sein und die Kreditlaufzeit muss entsprechend kurz gewählt werden. Die Banken sehen hier in erster Linie das biologische Risiko, das heißt, der Kreditnehmer könnte ja während der Kreditlaufzeit versterben.

Diese Kriterien gibt es in den Banken schon seit langer Zeit und nur wenige haben bei ihren Richtlinien berücksichtigt, dass die demografische Entwicklung heute eine ganz andere ist, als vor 30 Jahren. Die Menschen werden deutlich älter und sind somit auch in der Lage, ihren Kredit selbst zu tilgen. Oft fordern Banken und Kreditinstitute, dass Senioren eine Bürgschaft beibringen, auch wenn ihre Rente bei Weitem ausreicht, um den beantragten Kredit zu tilgen.

Dadurch fühlen sich viele ältere Menschen diskriminiert und zurückgesetzt. Einigen ist es peinlich, dass sie jetzt ihre Kinder nach einer Bürgschaft fragen sollen und sie nehmen dann von ihrem Kreditgesuch Abstand. Einige wenige Banken haben den Trend jedoch erkannt und bieten spezielle Kredite für Senioren an. Das kann ein durchaus erträgliches Geschäft für die Bank sein, denn immer häufiger werden Kredite vergeben, die beispielsweise für die Gesundheit eingesetzt werden.