Schlussratenfinanzierung versus Auto Leasing

Die Schlussratenfinanzierung beim Autokauf kommt dem Leasing sehr nahe, aber es bleibt eine Finanzierung, was auch rechtliche Konsequenzen hat. Vorteil der Schlussratenfinanzierung ist, dass der Kunde über die geplante Laufzeit relativ kleine Raten tilgt und am Ende die sogenannte Schlussrate steht, die in etwa den Restwert des Fahrzeugs zu besagtem Zeitpunkt bezeichnet.

Dann hat der Kunde in der Regel drei Möglichkeiten sich zu entscheiden. Er kann das Auto zum Restwert kaufen, er kann den Restwert über eine gewisse Laufzeit weiter finanzieren (mittels einer sogenannten Anschlussfinanzierung) oder er gibt das Fahrzeug an den Händler zurück und entschließt sich für ein anderes Auto. Alles ähnlich wie beim Leasing, aber mit offenen Karten.

Beim Auto Leasing werden die Zinsen, die der Leasingnehmer während der Vertragslaufzeit zahlt, nicht offengelegt und sie sind in der Regel deutlich teurer als bei einer Finanzierung. Außerdem hat der Kunde auch kaum einen Rechtsanspruch das Fahrzeug nach Ablauf des Leasingvertrages zu kaufen, es sei denn, er schließt einen Leasingvertrag mit Andienungsrecht.

Für private Konsumenten, die nicht die Leasingraten steuerlich geltend machen können, ist die Form der Schlussratenfinanzierung daher eher zu empfehlen, zumal sich der Kunde eben auch nicht schon bei Vertragsabschluss auf eine der Optionen festlegen muss. Über die Summe der Anzahlung ist es bei beiden Vertragsarten noch einmal möglich, auf die Höhe der Rate Einfluss zu nehmen.