Wenn die Raten nicht mehr bezahlt werden können

Die Vereinbarung eines Kredites bindet Kreditnehmer für Jahre. Gleichbleibende Zinsen sollen hierbei dafür sorgen, dass der Kredit insgesamt bezahlbar bleibt und Kreditnehmer Planungssicherheit haben.

Im Laufe der Zeit können aber auch verschiedene Situationen eintreten, durch die die Raten nicht mehr bezahlt werden können. Zu diesen Situationen gehört neben der Arbeitslosigkeit auch eine längere Krankheit. Zudem können Scheidungen bzw. Trennungen dazu führen, dass das vorhandene Budget deutlich reduziert wird.

Um Kreditausfälle zu verhindern, bieten viele Banken ihren Kreditnehmern an, die Kreditrate zu reduzieren bzw. die Raten für ein ganzes Jahr komplett auszusetzen. Dies ermöglicht es, die finanzielle Situation innerhalb des Jahres zu ordnen und einen Kreditausfall, der ja auch in der Schufa negative Folgen hätte, zu verhindern. Bei der Ratenaussetzung wird lediglich auf die Tilgung verzichtet, die Zinsen müssen grundsätzlich weiter bezahlt werden.

Hierauf sollten Kreditnehmer auch Wert legen, denn ansonsten würde der ausstehende Kreditbetrag stark ansteigen und weitere finanzielle Sorgen mit sich bringen. Eine Ratenreduzierung hingegen wird meist durch eine Verlängerung der Laufzeit erreicht. Eine Verlängerung um zwölf Monate dürfte in der Regel kein Problem darstellen und gehört bei vielen Banken bereits zum Standard.

Um die Raten zu reduzieren oder gar auszusetzen, muss in jedem Fall ein Gespräch mit dem Berater der Bank gesucht werden. Dieser wird die Bonität des Kreditnehmers anhand seiner Lohnbescheinigungen nochmals prüfen und anschließend über die Ratenreduzierung oder die Aussetzung entscheiden.