Pfändungsfreigrenze und Kreditvergabe

Viele Kreditnehmer fragen sich, was die Pfändungsfreigrenze mit dem Kredit zu tun, den sie haben möchten. Die Erklärung ist einfach. Die Pfändungsfreigrenze, die derzeit für eine Person bei etwa 990 Euro liegt, ist der Betrag, der einer alleinstehenden Person von seinem Einkommen bleiben darf, Das heißt, verdient ein Arbeitnehmer etwa 1.000 Euro, dann sind im Grunde genommen nur 10 Euro seines Einkommens pfändungsfrei.

Vergibt die Bank an diese Person einen Kredit, bei dem monatlich Raten in Höhe von 250 Euro zu bezahlen sind, ist die Bank nur so lange auf der sicheren Seite, solange der Kreditnehmer seinen Verpflichtungen nachkommt. Wird der Kredit hingegen notleidend, ist bei diesem Kreditnehmer für die Bank nichts zu holen. Erkennt die Bank also schon vor der Herauslage eines Darlehens, dass das Einkommen des Kreditsuchenden zu schwach ist, wird sie den Kredit ablehnen oder den Kreditsuchenden auffordern, einen solventen Bürgen beizubringen, der selbstschuldnerisch haftet. Dieser muss dann natürlich ähnliche Kriterien erfüllen.

Bei Ehepartnern ist es für die Beurteilung des gemeinsamen Einkommens grundsätzlich besser, wenn beide gemeinsam den Kredit beantragen. Dann kann die Bank sich im Vorfeld ein Bild über das Haushaltseinkommen machen und die bestehenden Verpflichtungen besser beurteilen. Das erleichtert und beschleunigt die Kreditentscheidung. Andernfalls müssen der Bank zusätzliche Sicherheiten geboten werden, um einen Kredit in Anspruch zu nehmen.