Ist eine lange Kreditlaufzeit sinnvoll?

Da die meisten Menschen in der heutigen Zeit nicht über ausreichende Ersparnisse verfügen, um sich größere Anschaffung leisten zu können, wird hierfür oftmals ein Kredit beantragt. Mag man dafür bei der Finanzierung eines neuen Autos noch Verständnis aufbringen, gehen die Meinungen z.B. bei der Finanzierung einer Küche auseinander, zumal die Bewilligung dieser Kredite nur davon abhängig ist, ob der Kreditnehmer über ein ausreichendes monatliches Einkommen zur Begleichung der Raten verfügt.

Da viele Menschen in der heutigen Zeit ihre Anschaffungen überwiegend durch Kredite finanzieren und somit Gefahr laufen, die Raten nicht mehr zahlen zu können, bieten die Banken ihren Kunden an, die Raten durch eine extra lange Laufzeit relativ niedrig zu halten. So kann es vorkommen, dass die Vertragsparteien für die Rückzahlung mitunter eine Laufzeit von 84 Monaten und länger vereinbaren. Mit einer solch langen Laufzeit geht der Kreditnehmer jedoch ein Risiko ein.

Zum einen weiß er nicht, was in 7 Jahren passiert. Dies veranlasst die Kreditgeber dazu, den Kredit nur durch den Abschluss einer Restschuldversicherung zu bewilligen. Zum anderen ist gar nicht gesichert, dass der zu finanzierende Gegenstand am Ende der Laufzeit überhaupt noch in Gebrauch ist, geschweige denn, den Wert über die Restkreditsumme hat. Man denke nur an die Finanzierung eines Gebrauchtwagens, der diese lange Laufzeit sicherlich nicht durchhält.

Privatpersonen sollten Kredite daher nicht mit längeren Laufzeiten, als drei Jahre aufnehmen. Dies senkt auch die Kreditkosten, da die Zinsbelastung hin zu kürzeren Laufzeiten tendenziell abnimmt.