Verbraucherdarlehensgesetz

Das Verbraucherdarlehensgesetz gilt in Bezug auf die Gestaltung von Kreditverträgen und dient dem Schutz privater Kreditnehmer und Existenzgründer. Ziel des Verbraucherdarlehensgesetzes ist es, die Konditionen und Bedingungen der Bank transparent zu machen und dem Kreditnehmer Vergleiche zu erleichtern.

Verträge zwischen Privatpersonen und Banken werden meistens in schriftlicher Form geschlossen und haben nur Gültigkeit, wenn beide Vertragspartner in vollem Umfang rechts- und geschäftsfähig sind. Neben einer Ausfertigung des Vertrages werden dem Kreditnehmer üblicherweise auch die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Bank ausgehändigt.

Entsprechend dem Verbraucherdarlehensgesetz muss der Kreditvertrag neben Angaben zu den Vertragspartnern bestimmte Mindestangaben enthalten. Hierzu zählt die Höhe des Kreditbetrages sowie die Höhe der Zinslast. Handelt es sich um einen variablen und nicht um einen festen Zinssatz, kann die Höhe der Zinsschuld zum Zeitpunkt der Kreditvergabe nicht bestimmt werden.

In einem solchen Falle werden der anfängliche Zinssatz und der Referenzzinssatz angegeben, an dessen Entwicklung sich der variable Zinssatz orientiert. Die Anpassung des variablen Zinssatzes erfolgt entweder halbjährlich oder quartalsweise, was ebenfalls im Kreditvertrag festgehalten wird.

Des Weiteren fordert der Gesetzgeber, dass der Kreditvertrag sämtliche zusätzlich anfallenden Kosten aufzeigt, die dem Kreditnehmer in Rechnung gestellt werden. Hierzu kann beispielsweise eine Bearbeitungs- oder Bereitstellungsgebühr zählen.

Auch die Tilgungsvereinbarung wird im Kreditvertrag genannt. Zur Auswahl stehen je nach Art des Kredites eine laufende oder eine endfällige Rückzahlung.