Warum Arbeitslose keinen Kredit bekommen

Arbeitslose und Empfänger von Arbeitslosengeld II haben, wenn sie bei den Banken einen Kredit beantragen, grundsätzlich schlechte Karten. Denn das Einkommen, das ihnen zur Verfügung steht, ist meistens zu gering und darüber hinaus auch nicht pfändbar. Aus diesem Grund gewähren die Banken Arbeitslosen keinen Kredit, es sei denn, sie können eine solvente Kreditbürgschaft beibringen, die dann selbstschuldnerisch für den Kredit haftet.

Alle Versprechen von Kreditvermittlern, die in ihrer Werbung Arbeitslosen und Hartz 4 Betroffenen Hoffnungen auf einen Kredit auch in schwierigen Fällen machen, sind nur Schall und Rauch. Keine deutsche Bank und auch nicht die Banken in der Schweiz werden an diesen Personenkreis einen Kredit herausgeben.

Die Verfahrensweise der Banken ist nachvollziehbar und dient auch im gewissen Sinn dem Schutz der Verbraucher, denn auch die Banken haben, auch wenn das nicht immer so aussieht, eine gewisse Obhuts- und Fürsorgepflicht. In gewisser Hinsicht müssen Banken die Verbraucher sozusagen vor sich selbst schützen.

Viele Kreditsuchende verfügen nicht über die entsprechende finanzielle Allgemeinbildung, um zu erahnen, welche Verpflichtung sie mit der Kreditaufnahme eingehen. Beruht das Haushaltseinkommen auf einer Sozialleistung, die gewährt wird, weil der Betroffene bedürftig ist, schließt das die Kreditwürdigkeit automatisch aus.

Wer sich das verinnerlicht, kann sich einige Demütigungen ersparen, indem er erst gar keinen Kredit beantragt. Darüber hinaus empfiehlt sich Menschen mit finanziellen Problemen die Inanspruchnahme einer Schuldnerberatung.