Ratenkredit statt Geldanlage?

Wie eine aktuelle Untersuchung zeigt, sind Ratenkredite nicht nur bei Menschen beliebt, denen das Geld für größere Anschaffungen fehlt. Auch Gutverdiener greifen gern auf einen Kredit zurück, vor allem bei den jetzt so niedrigen Zinsen. Das vorhandene Vermögen wird alternativ in hoch verzinste Geldanlagen investiert.

Beste Konditionen für Gutverdiener

In der jetzigen Niedrigzinsphase sind die Konditionen für Ratenkredite sehr gut. Besonders günstig sind diese Darlehen aber vor allem für Menschen, die über ein geregeltes und überdurchschnittliches Einkommen verfügen, denn hier ist die Kreditausfallquote nahezu null. Da die Banken in diesem Fall keine oder nur sehr geringe Rückstellungen bilden müssen, können sie die Einsparungen direkt an die Kunden weitergeben.

Zinssätze von zum Teil weniger als drei Prozent sind dann keine Seltenheit mehr. Aufgrund dieser niedrigen Konditionen verwundert es dann nicht, dass auch Gutverdiener gern auf einen Ratenkredit zurückgreifen. Schließlich kann das Vermögen so in Aktien oder anderen Wertpapieren investiert bleiben, wo die Rendite je nach Anlageform meist höher ist als der Kreditzins.

Vorsicht vor Kreditspekulationen

Trotz dieser niedrigen Zinsen sollte nur dann ein Kredit aufgenommen werden, wenn das Geld auch tatsächlich benötigt wird. Wer den Kredit nur aufnimmt, um das Geld am Aktien- oder Anleihemarkt zu investieren, geht ein hohes Risiko ein. Sollte sich die Anlage nämlich nicht wie gewünscht entwickeln oder gar Verluste erzielen, drohen enorme finanzielle Schäden.

Dann wäre ein solcher Ratenkredit vergleichbar mit einem Wertpapierkredit, der ebenfalls nur dann aufgenommen werden sollte, wenn Kunden das Risiko kennen und entsprechend kalkulieren können. Ein Ratenkredit als Alternative zur Auflösung von Geldanlagen ist aber durchaus sinnvoll. Gerade dann, wenn die Kredite dank Internet zu niedrigen Konditionen abgeschlossen werden können.