Kredit für Firmengründung

Ein Kredit für die Firmengründung wird vom Staat auf vielfältige Weise gefördert, auch die Hausbank und Direktbanken können Kredit geben.

Wichtig sind hierfür eine belastbare Geschäftsidee, ein ausgefeilter Businessplan und nach Möglichkeit Sicherheiten/Bürgschaften durch den Kreditnehmer. Die öffentliche Hand stellt für Firmengründer diverse Finanzierungsinstrumente in Form von Zuschüssen, Prämien und vorrangig Krediten bereit.

Geförderte Kredite für die Firmengründung

Geförderte Kredite für eine Firmengründung sind vor allem eines: wesentlich billiger als der herkömmliche Bankkredit. Die KfW, Landesbanken und diverse europäische Fördertöpfe vergeben Kredite zu teilweise traumhaft günstigen Zinsen unter drei Prozent, auch Tilgungszuschüsse und Tilgungsaussetzungen sind möglich. Die nötigen Sicherheiten können (müssen aber nicht) in etwas geringerem Umfang gefordert werden. In einem Punkt weicht hingegen der geförderte Kredit keinesfalls vom üblichen Bankkredit ab: Es werden genauso hohe Anforderungen an einen Businessplan und das Know-how beziehungsweise die Persönlichkeit des Gründers und seiner eventuellen Mitarbeiter gestellt. Bewilligt werden öffentlich geförderte Kredite unter anderem von der Mittelstandsbank, die zur KfW-Gruppe gehört. Das ERP-Kapital hat zum Ziel, einen Mangel an Eigenkapital zu kompensieren, der bei vielen Gründern herrscht. Es wird bis zu zwei Jahre nach der Gründung gewährt, mit dieser Basis können Investitionen durch andere Banken fremdfinanziert werden. Als grundlegende Eigenkapitalbasis werden 15 Prozent der nötigen Gesamtsumme veranschlagt. Sollten diese 15 Prozent bereits vorliegen, können sie mit ERP-Kapital auf bis zu 40 Prozent aufgestockt werden.

Weitere öffentliche Programme

Mit Mezzanine-Kapital – einer Mischung aus bilanziertem Eigen- und Fremdkapital – wird ebenfalls die Eigenkapitalbasis verbreitert. Die KfW-Mittelstandsbank bietet auch hierfür Programme an. Weitere Programme sind „StartGeld“ sowie „Mikro-Darlehen“, Letzteres ein europäisches Programm. StartGeld kann Darlehen bis 50.000 Euro bereitstellen, es dient auch der nebenberuflichen Gründung. Mikro-Darlehen werden bis maximal 25.000 Euro vergeben, auch einmal gescheiterte Gründer können sich nochmals um diese Förderung bewerben.

Hausbanken, Unternehmensberater – deren Honorar selbst gefördert wird – und Internetportale geben Auskunft über die vielfältigen Möglichkeiten der Kreditaufnahme für die Firmengründung. Die Unterstützung durch Unternehmensberater gilt allgemein als sehr hilfreich, hier sollten die ersten Kontakte bei einer Gründung geknüpft werden.