Notebook oder Handy via Ratenkauf

Ob ein neues Notebook oder das gerade angesagte Handy – all diese Wünsche kosten viel Geld. Damit Kunden trotz Konsumflaute und einer gefühlten Inflation von über 5% kaufen, locken die meisten Händler und Versandhäuser mit verschiedenen Angeboten für einen Ratenkauf.

Der beim Kauf auf Raten berechnete Zinssatz wird häufig jedoch nur im Kleingedruckten erwähnt und liegt nicht selten über zehn Prozent. Viele Kunden schließen diese Kreditverträge dennoch ab, da der Wunsch nach den erworbenen Waren, wie beispielsweise dem neuen Handy, einfach größer ist.

In jedem Fall ist es wichtig zu prüfen, ob der Ratenkauf auch auf Dauer tragbar ist. Hierfür sollte eine persönliche Haushaltsrechnung aufgestellt werden, die alle Einnahmen und Ausgaben enthält. Nur bei einem Überschuss, der die Kreditrate abdeckt, kann die Finanzierung genutzt werden.

Zudem sollte beachtet werden, dass bei Warenkäufen auf Raten grundsätzlich ein Eigentumsvorbehalt des Verkäufers gilt. Bis also das Notebook oder das Handy nicht vollständig bezahlt sind, bleiben sie Eigentum des Händlers bzw. des Versandhauses.

Kann die Rate also nicht mehr bezahlt werden, besteht das Recht, die Waren abholen zu lassen und über einen Gebrauchtwarenhandel zu veräußern. Von diesem Recht machen jedoch nur sehr wenige Händler wirklich Gebrauch, da die Waren bereits nach wenigen Monaten der Nutzung bereits drastisch an Wert verloren haben.

Trotz dessen sollten Verbindlichkeiten nur eingegangen werden, wenn sie auch bezahlt werden können. Denn Geldschulden bleiben über 30 Jahre erhalten und können so ein Leben lang belasten.