Bin ich kreditwürdig?

Wer plant, einen Ratenkredit aufzunehmen, sollte dieses Vorhaben gut vorbereiten. Denn spätestens nach der Kreditauszahlung ist der Kreditnehmer nach Ablauf des Widerrufsrechts von zwei Wochen über eine längere Zeit an die Ratenverpflichtung gebunden.

Daher ist es am besten, wenn vor der Antragstellung bei einer Bank die eigene Kreditwürdigkeit selbst unter die Lupe genommen wird. Dazu sollte sich der Kreditsuchende einen genauen Überblick über seine finanzielle Ausgangslage verschaffen. Ein sogenannter Haushaltsplan kann in diesem Zusammenhang sinnvoll sein.

Im Haushaltsplan werden die regelmäßigen monatlichen Einnahmen den Ausgaben für die Lebenshaltung, die Miete und den Versicherungen etc. gegenübergestellt. Auch Fixkosten, die nicht in monatlichen Abständen zu bezahlen sind, dürfen nicht außen vor gelassen werden.

Wird im Ergebnis dieser IST-Analyse festgestellt, dass auch bei einem zusätzlichen Ratenkredit noch genügend Geld auf dem Konto übrig bleibt, kann der Kredit ohne weitere Bedenken beantragt werden. Auf jeden Fall müssen aber auch für unvorhergesehene Ausgaben noch genügend Mittel zur Verfügung stehen.

Bringen die Berechnungen allerdings zu Tage, dass es mit der Liquidität nicht so rosig aussieht, kann überprüft werden, inwieweit es möglich ist, Einsparungen vorzunehmen. Bestehen hier jedoch keine Reserven, ist es oft besser, auf einen Kredit zu verzichten.

Auf jeden Fall sollte der Entschluß zu einer Kreditaufnahme noch einmal genau durchdacht beziehungsweise überschlafen werden. Wer sich mit einem Ratenkredit finanziell überfordert, läuft schnell Gefahr sich über Gebühr zu verschulden.