Höhe und Zinssatz des Dispokredit

Von rund 60 Millionen Bundesbürgern, die derzeit ein Girokonto besitzen, haben nach einer neuesten Umfrage zufolge bereits 40 Millionen schon einmal ihren Dispokredit in Anspruch genommen. Normalerweise kann jeder Kontoinhaber, der über ein regelmäßiges Einkommen verfügt, auch einen Dispositionskredit erhalten. Eine weitere Voraussetzung für die Inanspruchnahme des Dispokredit ist in Deutschland, dass keine negativen Einträge in der Schufa vorhanden sind.

Die Höhe des zu erhaltenden Dispositionskredites ist normalerweise zwischen Bank und Kunde frei verhandelbar. Allerdings haben sich die meisten Banken zur Vorgabe gemacht, dass der Dispokredit ohne besonderen Grund nicht höher als das dreifache Monatsgehalt des Kunden ausfallen soll.

Vom Grundsatz her war der Dispokredit einmal dazu gedacht, dass der Kunde kurzfristige Liquiditätsprobleme durch die Inanspruchnahme eines flexiblen Darlehens überbrücken konnte. Kurzfristig bedeutet im Kreditbereich in der Regel nicht über ein Jahr. In der heutigen Praxis jedoch nehmen viele Kunden den Dispokredit weitaus länger in Anspruch, oftmals sogar über viele Jahre oder sogar Jahrzehnte hinweg.

Die beste Alternative einer Kreditaufnahme ist das jedoch nicht, da der Dispositionskredit mit einem durchschnittlichen Zinssatz von ca. 10-15 Prozent sehr teuer ist. Allerdings bietet der Kredit auch zwei sehr große Vorteile. Er ist schnell und jederzeit verfügbar, und trotz der hohen Zinsen werden diese nur von dem in Anspruch genommenen Betrag gerechnet, was zum Beispiel beim Ratenkredit nicht der Fall ist.