Umschulden bei Ablauf der Zinsbindungsfrist

Wenn man eine Immobilie oder ein größeres Projekt finanziert hat, und die Zinsbindung bei der Hausbank bald endet, sollte man handeln. Denn es lohnt sich nahezu immer, Kreditangebote auch von anderen Banken einzuholen.

Wichtig ist, dies rechtzeitig genug vor Ablauf der Zinsbindungsfrist zu tun, damit genügend Zeit bleibt, die verschiedenen Offerten in Ruhe zu prüfen. Eine Umschuldung rentiert sich momentan besonders, da Kreditnehmer von den derzeit niedrigen Zinsen deutlich profitieren können. Und selbst bei vermeintlich geringen Zinsunterschieden von beispielsweise 0,5% lohnt sich ein Vergleich der am Markt verfügbaren Anschlussfinanzierungen. Ob und wann eine Umschuldung möglich ist, hängt vom Ende der Zinsbindung ab. Denn selbst wenn die Zinsbindungsfrist noch andauert und sich erst in einem bis drei Jahren die Möglichkeit bietet, eine Anschlussfinanzierung bei einer anderen Bank zu tätigen, kann man bereits heute handeln.

Das sogenannte Forward-Darlehen macht dies möglich. Bei einem Forward-Darlehen schließt der Kunde einen Kredit ab, dessen Laufzeit in 12 bis 42 Monaten beginnt. Der bisherige Kredit läuft dann bis zum Ende der Zinsbindungsfrist. Danach wechselt der Kredit automatisch zum Forward-Darlehen und zwar zu den bereits heute festgelegten Konditionen. Wenn man wirklich auf der Suche nach einer optimalen Anschlussfinanzierung ist und Altkredite umschulden möchten, bietet es sich an, nicht gleich auf das erste Konditionsangebot zu vertrauen. Denn genau damit rechnen die Anbieter. Stattdessen ist es sinnvoll, rechtzeitig genug damit zu beginnen, sich von verschiedenen Banken Angebote einzuholen und diese dann in Ruhe prüfen.