KfW-Globaldarlehen

Am 18. November 1948, kurz nach dem Ende des zweiten Weltkrieges, wurde die Kreditanstalt für Wiederaufbau, kurz KfW, gegründet. Das Wort Wiederaufbau ist heute noch Programm. Zehn Jahre nach der Gründung entstand mit Finanzierungen von Umweltschutzaufgaben und des Mittelstandes das Kerngeschäft der KfW. Nach dem Wechsel in das 21. Jahrhundert wandelte sich die Kreditanstalt für Wiederaufbau zur KfW Bankengruppe. Das Globaldarlehen dient der – wie die Namensgebung bereits vorwegnimmt, globalen Förderung. Die Kreditvergabe kann also auch im europäischen Ausland stattfinden. Aktuelle KfW Themen sind die CO2-Reduktion und die Energieeffizienz.

Die KfW arbeitet im europäischen Ausland mit örtlichen Geschäftsbanken zusammen und kann somit Möglichkeiten der Finanzierung bieten, die sich aus den Umständen des jeweiligen Landes ergeben. Dabei spielt es keine Rolle, ob deutsche Lieferungen bzw. Leistungen erbracht werden.

Die Kredithöhe und die Kreditmöglichkeit, die eine Bank ihrem Kunden zugesteht, wird mit Fazilität bezeichnet. Das lateinische Wort Facilitas bedeutet Leichtigkeit, die Kreditbedingungen sollen also erleichtert werden. Wer je durch Bulgarien oder durch Rumänien gefahren ist weiß, dass der CO2-Ausstoß dort um ein Vielfaches höher ist als bei uns (die Städte riechen anders). Die EU (Europäische Kommission), die CEB (Entwicklungsbank des Europarates) und die KfW konnten 2007 im Rahmen des Globaldarlehens ein Energieeffizienzprogramm entwickeln und schafften somit eine neue Fazilität, die besonders in den beiden zuvor genannten Ländern Projekte der CO2-Reduktion und der Energieeffizienz finanziert.

Das KfW-Globaldarlehen wird natürlich auch in Deutschland eingesetzt. So erhielt z.B. im Februar 2004 mit der Haspa (Hamburger Sparkasse) zum ersten Mal eine Sparkasse ein Globaldarlehen von der KfW. Damals wurde ein Betrag von 400 Millionen Euro vergeben. Die Hälfte davon dient der Finanzierung von Handwerksbetrieben, Dienstleistungsunternehmen und anderen Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft im Rahmen des Kerngeschäftes der KfW. Dabei können kleinere Betriebe bei der Haspa Darlehen bis zu einer Höhe von 125.000,00 Euro zu besonders günstigen Konditionen aus dem KfW-Globaldarlehen beantragen. Mit den zweiten 200 Millionen Euro erwirbt, renoviert und modernisiert die Haspa selbst genutzte Wohngebäude und unterstützt somit die Hamburger Bauwirtschaft.

Neben dem Beispiel der Hamburger Sparkasse existiert eine Vielzahl weiterer Projekte, die mit einem KfW-Globaldarlehen finanziert werden. Menschen, die ein Unternehmen betreiben oder gründen wollen und einen Kredit benötigen, sollten ihre Bank auf dieses Darlehen hinweisen. Die Aussicht auf Erfolg ist hoch, denn die Banken unterstützen Kunden bei der Beantragung eines KfW-Globaldarlehens bereitwillig.