DtA-Startgeld

Den Schritt in die Selbständigkeit zu wagen bedeutet gleichzeitig, ausreichend Kapital für den Start in der Hinterhand zu haben. Nicht zuletzt auch deswegen, weil niemand mit Sicherheit sagen kann, ob bereits kurze Zeit nach der Existenzgründung genügend Geld eingenommen wird, um den eigenen Lebensunterhalt bestreiten zu können. So sind die meisten Existenzgründer auf die Hilfe von Banken angewiesen, die ihnen Existenzgründerdarlehen zur Verfügung stellen und die sich ganz grundsätzlich von den üblichen Krediten für Arbeitnehmer unterscheiden.

Eines dieser Darlehen wird von der Deutschen Ausgleichsbank (DtA) zur Verfügung gestellt und trägt die Bezeichnung „DtA-Startgeld“. Mit dem DtA-Startgeld können Existenzgründer, die über die erforderliche fachliche und kaufmännische Qualifikation zum Führen einer eigenen Existenz verfügen, ein Darlehen bis zu einer Summe von 50.000 € beantragen. Der Existenzgründer selbst muss sein Unternehmen als natürliche Person gründen, darf also nicht aus einer Personen- oder Kapitalgesellschaft bestehen.

Auch wenn das DtA-Startgeld bundesweit vergeben wird, so beschränkt sich die Förderung auf Gründungen im Bereich der gewerblichen Wirtschaft sowie der freien Berufe inklusive der Heilberufe. Die neue Existenz darf nach Gründung maximal 100 Beschäftigte haben. Eine weitere Voraussetzung für die Gewährung des DtA-Startgeldes ist, dass es für den Existenzgründer die erste Unternehmensgründung ist, wenngleich eine vorherige Führung des Unternehmens im Nebenerwerb keine Versagung des DtA-Startgeldes zur Folge hat.

Der Antrag auf das DtA-Startgeld muss vor Beginn der Existenzgründung bei den Banken und Sparkassen gestellt werden, die auch die gesamte Finanzierung abwickeln. Ähnlich wie beim KfW-Existenzgründerdarlehen, bietet auch die Deutsche Ausgleichsbank den Kreditinstituten eine 80%ige Risikoentlastung an und stellt diese insofern von der Haftung frei. Die Laufzeit beträgt 10 Jahre, wovon 2 Jahre tilgungsfrei gestellt werden können. Der Zinssatz für das DtA-Startgeld liegt bei derzeit 5,95% nominal bzw. 6,21% effektiv.

Der Existenzgründer selbst sollte zudem über eigene finanzielle Mittel verfügen und der Bank darüber hinaus die üblichen für eine Existenzgründung erforderlichen Sicherheiten vorweisen können.