KfW Unternehmerkredit

Eine Möglichkeit, die eigene Existenzgründung zu finanzieren, ist der Unternehmerkredit der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Der KfW Unternehmerkredit ist ein Angebot für gewerbliche Unternehmen, Freiberufler und eben Existenzgründer, das zur mittel- und langfristigen Finanzierung von Betriebsmitteln und Vorhaben gedacht ist, die einen nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg erwarten lassen.

Finanziert werden können beispielsweise Grundstücke, Gebäude, gewerbliche Baukosten, Maschinen, Fahrzeuge, Geschäftsausstattung und erste Messeteilnahmen, aber auch der Erwerb eines bereits bestehenden Unternehmens. Ebenso ist die Verwendung des KfW Unternehmerkredits zum Ausgleich vorübergehender Liquiditätsengpässe möglich. Ausgeschlossen von der Antragstellung sind jedoch Sanierungsfälle und Unternehmen in Schwierigkeiten. Vorteile des KfW Unternehmerkredits sind unter anderem die günstigen Zinssätzen, die größere Planungssicherheit durch langjährige Zinsbindung, die Option einer tilgungsfreien Anlaufzeit (ein bis zwei Jahre), die kostenfreie Möglichkeit einer vorzeitigen Tilgung (Wegfall der Vorfälligkeitsentschädigung) und die Kombinierbarkeit mit anderen KfW-Programmen und öffentlichen Fördermitteln.

Anträge können Existenzgründer stellen, deren Existenz die Haupterwerbsgrundlage darstellt und die fachlich und kaufmännisch für die angestrebte unternehmerische Tätigkeit qualifiziert sind. Der maximale Kreditbetrag beläuft sich auf 10 Millionen Euro. Die Laufzeiten betragen bei höchstens einem tilgungsfreien Anlaufjahr fünf Jahre und bei höchstens zwei tilgungsfreien Anlaufjahren 10 Jahre. Machen Grunderwerb, gewerbliche Baukosten oder Unternehmenserwerb mindestens 2/3 der Investitionskosten aus, ist eine Laufzeit von bis zu 20 Jahren bei maximal drei tilgungsfreien Anlaufjahren möglich.

Die Zinssätze orientieren sich an der Entwicklung am Kapitalmarkt, der Bonität des Kreditnehmers und der Wertigkeit der Sicherheiten. Die Festlegung des Zinssatzes erfolgt durch die Hausbank des Kreditnehmers. Über diese wird in der Regel auch der Antrag auf den KfW Unternehmerkredit gestellt wird. In der Wahl des Kreditinstituts ist der Kreditnehmer jedoch frei. Direkt über die KfW ist eine Antragstellung allerdings nicht möglich. Je nach beantragter Darlehenshöhe sind dem Antrag weitere ergänzende Unterlagen wie etwa der Jahresabschluss des Vorjahres oder eine aktuelle betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA) beizufügen. Des Weiteren ist die Kreditentscheidung auch von der Schufa-Auskunft abhängig.