Gründungszuschuss – Existenzgründerdarlehen vom Arbeitsamt

Das Existenzgründerdarlehen vom Arbeitsamt ist für Arbeitslose gedacht, die sich mit einer Geschäftsidee in die Selbständigkeit wagen. Dabei ist es wichtig, dass durch die Selbständigkeit die Arbeitslosigkeit beendet wird. Das bedeutet, dass eine nebenberufliche Selbständigkeit nicht gefördert werden kann. Wer also den großen Schritt wagen möchte und die Voraussetzungen erfüllt, kann beim zuständigen Arbeitsamt den so genannten Gründungszuschuss beantragen.

Gründungszuschuss Voraussetzungen

Voraussetzung für den Gründungszuschuss ist, dass der Antragsteller Arbeitslosengeld erhält oder sich momentan in einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme, kurz ABM, befindet. Ebenfalls müssen mindestens noch 90 Tage Anspruch auf das Arbeitslosengeld I zur Verfügung stehen. Erhält der potenzielle Existenzgründer bereits das Arbeitslosengeld II, gibt es andere Möglichkeiten der Förderung.

Der Gründungszuschuss wird vom Arbeitsamt für neun Monate in Höhe des letzten Arbeitslosengeldes gezahlt. Zusätzlich gibt es noch 300 Euro, um die soziale Absicherung zu gewährleisten. Denn schließlich muss man als selbständiger Existenzgründer seine Krankenversicherung und die Altersvorsorge in Eigenregie finanzieren. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, den Gründungszuschuss in Höhe von 300 Euro mittels Antragstellung für weitere sechs Monate zu erhalten. Allerdings muss dazu nachgewiesen werden, dass man Vollzeit selbständig ist und sich auch intensiv um seinen Geschäftsbetrieb kümmert.

Um diese Form der Existenzgründerfinanzierung zu erhalten, muss beim Arbeitsamt ein Konzept vorgelegt werden, in dem dargelegt wird, was man machen möchte, welche Ziele man hat, in welcher Zeit diese umgesetzt werden sollen, in welchem Zeitraum man seinen Lebensunterhalt selbst finanzieren kann und zu welchen Preisen (inklusive Berechnung) man seine Dienste am Markt anbieten möchte. Ebenfalls sollte niedergeschrieben werden, wie der Bedarf am Markt ist, also welche Erfolgsaussichten die Geschäftsidee hat.

Günstig ist auch, wenn man den Besuch eines Existenzgründerseminars nachweisen kann. Im Rahmen eines solchen Seminars können Existenzgründer auch ihr Konzept vorlegen und von einem erfahrenen Profi überprüfen lassen. Bei manchen Arbeitsämtern ist das Existenzgründerseminar sogar Voraussetzung zur Gewährung des Gründungszuschusses, da den zukünftigen Selbständigen hier die Grundlagen wie Buchhaltung, Preispolitik und rechtliche Rahmenbedingungen näher gebracht werden.