Dispositionskredite

Zu den am häufigsten genutzten Krediten zählt sicherlich der Dispositionskredit. War dieser ursprünglich dazu gedacht, vorübergehend Liquiditätsprobleme von einigen Monaten zu überbrücken, so werden Dispositionskredite heute in der Praxis oftmals über viele Jahre hinweg in Anspruch genommen. Und das, obwohl er zu den teuersten Kreditarten überhaupt zählt.

Die meisten Kunden erhalten den Dispositionskredit unter der Voraussetzung, dass auf dem zugehörigen Girokonto ein regelmäßiger Gehaltseingang erfolgt. Dispositionskredite werden dann auf der Grundlage dieses Einganges dem Kunden zur Verfügung gestellt. Die Kreditlinie ist zwar nicht festgelegt, orientiert sich aber zumeist an der dreifachen Höhe des Gehaltseingangs.

Wie bereits erwähnt, sind Dispositionskredite eine sehr teure Kreditart, auch wenn zum Beispiel im Gegensatz zum Ratenkredit die Sollzinsen nur von der tatsächlich in Anspruch genommenen Kreditsumme berechnet werden. Die Angebote für Dispositionskredite schwanken zwischen den Banken von 10 bis zu 14 Prozent Zinsen p.A..

Dispositionskredite bieten aber auch Vorteile. So lässt sich ein Dispo auf dem Girokonto sehr schnell und unkompliziert erhalten, ohne dass hierfür neben dem Gehaltseingang weitere Sicherheiten gestellt werden müssen. Zudem verschafft der Dispositionskredit dem Kunden einen gewissen finanziellen Spielraum außerhalb des tatsächlich vorhandenen Kontoguthabens.

Des weiteren wird kein fester Rückzahlungstermin vereinbart, was zum einen ein Vorteil sein kann, aber im ungünstigen Fall auch ein Nachteil, denn die Bank kann vom Kunden jederzeit die Rückzahlung des in Anspruch genommenen Dispositionskredites einfordern.