Kfz-Pfandleihe – Soforthilfe via Kfz-Pfandkredit

In wirtschaftlich schwierigen Zeiten erweist sich die Kreditaufnahme vor allem für Selbständige und Freiberufler als deutlich komplizierter, als in wirtschaftlich guten Zeiten. Verbraucher und Unternehmer, die einen Kredit zu benötigen, aber von den Banken und Sparkassen kein Darlehen gewährt bekommen, haben mit der Kfz-Pfandleihe eine alternative Möglichkeit, um kurzfristig an einen Kredit zu gelangen.

Bei einem Kfz-Pfandkredit, wie die Kfz-Pfandleihe auch genannt wird, verpfändet der Kreditnehmer sein Kraftfahrzeug bei einem Pfandhaus, welches im Gegenzug Zinsen auf Monatsbasis verlangt. Hierbei muss der Kreditnehmer durch Vorlage von Kfz-Brief und Fahrzeugschein sowie eines gültigen Personalausweises oder Reisepasses zeigen, dass er auch tatsächlich rechtlicher und wirtschaftlicher Eigentümer des zu verpfändenden Fahrzeugs ist. Das maximale Volumen der Kfz-Pfandleihe wird vom Verkehrswert des verpfändeten Fahrzeugs bestimmt. Der Wert wird dabei in der Regel an Hand der gültigen DAT- oder Schwacke-Schätzliste, zusammen mit einer persönlichen Überprüfung des Fahrzeuges durch den Pfandleiher, ermittelt. Je nach Pfandleiher, kann der Kreditnehmer einen Pfandkredit in Höhe von 40% bis 60% des auf die eben skizzierte Weise ermittelten Verkehrswertes seines Kfz erhalten. Die Auszahlung erfolgt meist sofort in Bar durch die Hausbank des Pfandleihers.

Mit Unterzeichnung des Pfandleihvertrages wird dem Kreditnehmer gleichzeitig ein Pfandschein ausgestellt, der zur Auslösung des verpfändeten Fahrzeugs beim Pfandleiher unbedingt vorzulegen ist. Dabei ist die Auslösung selbst jedoch nur möglich, wenn der Kreditbetrag mitsamt den Sollzinsen und etwaigen anderen Kosten vollständig zurückgeführt worden ist. Die Laufzeit einer KfZ-Pfandleihe beträgt in der Regel etwa 3 Monate und kann in Absprache mit dem Pfandleiher meist entsprechend verlängert werden. Kommt es nach Ablauf der vertraglichen Laufzeit zu keiner Verlängerung des Vertrages, muss der Kreditnehmer alle angelaufenen Kosten zahlen. Kann der Kreditnehmer seinen Schuldendienst nicht vertragskonform leisten, ist der Pfandleiher berechtigt, das verpfändete Kfz zu versteigern. Bringt die Versteigerung weniger Geld ein, als die Höhe der Schulden, gilt die Schuld dennoch als geleistet, da lediglich das über die Pfandleihe verpfändete Auto für die Schulden seines Besitzers haftet.

Die Höhe der Zinsen ist bei Pfandkrediten gesetzlich geregelt und beläuft sich auf Basis der ausgezahlten Kreditsumme auf 1% pro Monat. Ein eventuell angefangener Monat zählt hierbei als ganzer Monat. Darüber hinaus sind so genannte Kredit- und Standgebühren zu zahlen. Während der Laufzeit der Kfz-Pfandleihe geht das Fahrzeug in das wirtschaftliche Eigentum des Pfandleihers über, sodass der Wagen bei diesem abzugeben ist. Auf Wunsch bieten Kfz-Pfandleiher meist aber auch einen Abhol- und Bringservice an. Darüber hinaus werden Fahrzeuge bei seriösen Pfandleihern sicher untergestellt und gegen anfallende Risiken versichert.