Wann eine Umschuldung sinnvoll ist

Soll ein Wunsch schnell erfüllt werden, greifen immer mehr Verbraucher zum Ratenkredit, der schnell abgeschlossen werden kann und in kleinen Monatsraten zurückzuzahlen ist. Oft wird dabei lediglich auf die Höhe der Kreditrate geachtet, der Kreditzins hingegen bleibt unberücksichtigt. Dabei lohnt es sich, auf den effektiven Jahreszins zu achten, da dieser die Kreditkosten widerspiegelt.

Kredite, die im Handel oder bei Versandhäusern aufgenommen wurden, weisen oft Zinssätze von mehr als 10% p.a. auf, zum Teil liegt der Effektivzins sogar oberhalb von 15%. Dadurch sind solche Kredite sehr teuer, weshalb es sich lohnen kann, diese umzuschulden. Bei einer Umschuldung wird der bestehende Kredit durch Aufnahme eines neuen Darlehens zurückgezahlt. Sofern mehrere Kredite vorhanden sind, können diese im Rahmen der Umschuldung sogar zusammengelegt werden. Nicht selten lassen sich so Zinskosten von einigen hundert Euro pro Jahr sparen. Günstige Kredite bieten aktuell zum Beispiel die CreditPlus Bank, die z.Zt. den niedrigsten Einstiegszinssatz aufweist, aber auch die niederländische Credit Europe Bank sowie die TARGOBANK.

Neben der Reduzierung der Zinsbelastung kann sich eine Umschuldung aber auch dann lohnen, wenn die aktuelle Ratenbelastung einfach zu hoch ist. Sofern die Bank keine Ratenänderungsoption bietet, kann ein neuer Kredit mit längerer Laufzeit genutzt werden, um die Monatsbelastung zu senken. Welche Auswirkungen eine Ratenverlängerung genau hat, kann anhand der zahlreich zur Verfügung stehenden Kreditrechner geprüft werden.

Grundsätzlich ist es möglich, Ratenkredite nach einer Frist von sechs Monaten zu kündigen. Die Kündigungsfrist beträgt dann drei Monate. Seit Einführung der neuen Kreditrichtlinien am 11. Juni 2010 ist es sogar möglich, Ratenkredite sofort zu kündigen, ohne die sechsmonatige Sperrfrist beachten zu müssen. Damit sind Umschuldungen jetzt noch schneller und effektiver möglich, auch der Wechsel von einer Bank zu einer anderen kann problemlos erfolgen.