Avalkredit und Avalprovison

Der Avalkredit wird einfacher ausgedrückt auch als Bankbürgschaft bezeichnet. Das jeweilige Kreditinstitut übernimmt bei Vergabe eines Avalkredites zusammen mit dem Kunden die Haftung für bestimmte Forderungen, die ein Dritter gegenüber dem Kunden hat. Als Gegenleistung dafür, dass die Bank mit dem Avalkredit ein gewisses Risiko übernimmt, zahlt der Kunde eine Gebühr an die Bank, die sogenannte Avalprovision.

Die Avalprovison beträgt in der Regel zwischen 1,00 und 2,50 Prozent der Bürgschaftssumme (pro Jahr gerechnet). Bei dem Avalkredit handelt es sich also um keine Auszahlung von Geld, wie bei einem normalen Privatkredit, sondern die Bank gibt sozusagen ihren gute Namen für den Kunden, damit dieser andererseits eine bestimmte Leistung von einer dritten Person beziehen kann.

Der Avalkredit wird häufig von Unternehmen in Anspruch genommen, die für eine staatliche Einrichtung tätig sind, z.B. beim öffentlichen Straßenbau oder dem Errichten von sonstigen Gebäuden. Das Land bzw. die Kommune möchte dann oftmals eine Bankbürgschaft seitens der ausführenden Unternehmen haben, damit z.B. vereinbarte Vertragsstrafen bei nicht rechtzeitiger Fertigstellung auch bezahlt werden.

Im privaten Bereich taucht der Avalkredit häufig als eine Form der Mietbürgschaft auf, auch als Mietaval bekannt. In diesem Fall möchte der Vermieter vom Mieter keine Mietkaution im Sinne eines Mietkautionskontos erhalten. Vielmehr genügt ihm die Zusage der Bank, im Bedarfsfall für eventuelle Mietschulden oder sonstige Mängel an der Wohnung zu haften beziehungsweise die Schäden zu ersetzen.